Frankfurter Schule

Als Frankfurter Schule wird eine Gruppe von Philosophen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen bezeichnet, die an die Theorien von Hegel, Marx und Freud anknüpfte und deren Zentrum das 1924 in Frankfurt am Main eröffnete Institut für Sozialforschung war. Sie werden auch als Vertreter der dort begründeten Kritischen Theorie begriffen.

Sprache der Verdinglichung

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von Tomasz Konicz

Sprache der Verdinglichung

Was für ein kometenhafter Aufstieg für ein erst kürzlich erfundenes Adjektiv! Vor wenigen Jahren war das Retortenwort „postfaktisch“ de facto unbekannt. Der deutschen Öffentlichkeit wurde es erst im Herbst dieses Jahres von Kanzlerin Angel Merkel nahe gebracht, als sie in Reaktion auf die Wahlen in Berlin von „postfaktischen Zeiten“ sprach, wie die FAZ erläuterte1.

Kurz darauf wählte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) „postfaktisch“ zum Wort des Jahres 2016[2]. Damit schlossen sich die deutschen Sprachforscher der Entscheidung ihrer englischsprachigen Kollegen von den Oxford Dictionaries an, die kurz zuvor die englische Entsprechung „post truth“ zum Word of the Year 2016 wählten. Entstanden ist das Wort erst im März 2016, als sich die Harvard-Historikerin Jill Lepore Gedanken[3] machte über den aktuellen Aufstieg des Rechtspopulismus, dessen Anhängerschaft bekanntlich ein eher lockeres Verhältnis zu Fakten pflegt.

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Flaschenpost - 1

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Flaschenpost Vor 50 Jahren starb Adorno. Lag's an FFM oder der "Alma Mater"?? Oder lag's doch an der Person, ob Mensch sich auch noch nach seinem Tode für so was interessieren konnte.

Gut, für mich waren halt die Wege sehr kurz. Und so ein "Hauch von 68" hing auch noch in der Sozialen Luft.

Und heute kome ich zum Mediziner (Facharzt) und erwähne so nebenbei das Teddy heute 50j Tod ist. Er guckt verdutzt und fragt: "Wer ist oder war Adorno?"

Sollte ich mich damit trösten das die Kritische Theorie nicht zum Medizin Studium gehöhrt? Nö!

Zum Glück bin ich ja nicht der einzige, und wir haben eben andere (neue) Kanäle zur Kommunikation:

Die Ängste dieser Menschen ernst nehmen, hieße somit, ihnen zu sagen, was Sache ist: dass sie angesichts der eskalierenden Krisendynamik wohlbegründet sind. Die Angst muss daher klar benannt und der theoretischen Reflexion zugeführt werden. Es hieße für die Linke, zu einer radikalen Kritik am Kapitalismus überzugehen. Nicht, weil es aus wahltaktischen oder gar „revolutionären“ Erwägungen geboten ist, sondern weil die Kategorien und Vermittlungsebenen des Kapitals in Auflösung übergehen, wie selbst ein flüchtiger Blick in die Peripherie des Weltsystems offenbart.

In diesem Sinne....!!!

„Mit dieser Welt gibt es keine Verständigung; wir gehören ihr nur in dem Maße an, wie wir uns gegen sie auflehnen.“ (Theodor W. Adorno)

R.I.P. Teddy - We miss you!

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enter image description here „Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“

    1. September 1903

    † 6. August 1969

Proletarisierung im Überschuss →

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Die Überproduktionskrisen der Gegenwart fluten den Alltag mit Überstunden, E-Mails, Müll. Trotzdem scheint die Teilhabe an Kapital und Arbeit alles zu sein, wovon das Proletariat derzeit zu träumen wagt. Die Zunahme der relativen Überschussbevölkerung lässt sich dabei nicht mehr nur als Randphänomen einer sub-proletarischen Ansammlung von Abgehängten und Überflüssigen beschreiben. Die fragmentierten Lebensrealitäten leicht ersetzbarer, überschüssig-werdender Arbeitskräfte sind längst paradigmatisch geworden für das Klassenverhältnis der Gegenwart und dessen Krisenentwicklung.