Donnerstag, September 3, 2015

TEIL 3 - MACHT UND HERRSCHAFT

9. Sozialtheorie Verstehen

// Vortrag und Diskussion (KüfA + Bar) - Dienstag, 08.09.2015 – 20 Uhr
// JUP, Florastr.84, 13187 Berlin – Zugang übers Café

Und weiter geht’s mit einem unfassbar unbekannten Genie aus UK. Mit Derek Layders „Understanding Social Theory“ kommen Erstsemester von
quasi Null auf 100, und lernen komplizierte Theorien einzuordnen BEVOR sie sich darin verlaufen. Layder ordnet die bedeutendsten Sozialtheorien
in ihrer Sichtweise auf DEN Dualismus schlechthin: die Unterscheidung in zwischenmenschliche Beziehungen (Individuum, Handlungen, Agency) und institutionelle Ordnung (Gesellschaft, System, Struktur). Das Buch bringt eine Klarheit in dieses Dickicht, die nur von einem intensiven
Abgleich mit dem Alltag und den Ergebnissen empirischer Forschung herrühren kann. Schließlich entwickelt er aus diesem Überblick eine
eigene Theorie, die ausnahmsweise nicht das Rad von neuem erfindet, womit so manch Anderer berühmt wurde. Stattdessen verortet er sich in
einer Denktradition, die bis in die Antike zurück reicht und fügt die brauchbarsten Bausteine zusammen. Seine „Theorie der Sozialen Bereiche“
ist so einfach zu verstehen und so realistisch, dass es einem die Socken auszieht. Und: Macht und Herrschaft spielen darin selbstverständlich
eine zentrale Rolle. Das Buch ist also der ideale Einstieg für die folgenden Veranstaltungen, in denen wir uns einem realistischen und
emanzipatorischen Verständnis von Macht und Herrschaft nähern werden.

Layder, Derek (2006) Understanding Social Theory (2nd Edition). Sage, London

Herrschaftskritik.org

– BND an die Kette –

am Samstag, 5. September legen wir die Berliner Zentrale des Bundesnachrichtendienstes an die Kette! Wenige Tage vor dem erneuten Start des NSA-Untersuchungsausschusses fordern wir mit dieser Aktion die sofortige Aufklärung des BND-Skandals und das Ende der Massenüberwachung.

Kommen Sie zur Aktion und verbreiten Sie den Aufruf!

– BND an die Kette –
Ort: Südwestspitze der BND-Zentrale, Habersaathstraße, Berlin
Zeit: 12 Uhr
Mitbringen: Schilder, Plakate, Ferngläser und große Brillen (zur BND-Beobachtung)
Twitter: #BND #AnDieKette!

Vorläufiges Programm der Aktion

Unser Blogartikel zur Aktion

Und der Preis geht an….

BigBrotherAwards 2015: Bundesnachrichtendienst (BND) from Digitalcourage e.V. on Vimeo.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) erhält den BigBrotherAward 2015 in der Kategorie
Behörden/Verwaltung, weil er aufs Engste in den menschenrechtswidrigen NSA-
Überwachungsverbund verflochten ist, weil er täglich Millionen Telekommunikationsdaten-
sätze sammelt und solche massenweise an NSA & Co. übermittelt – darunter auch
grundrechtlich geschützte Daten von Bundesbürger.innen. Trotz seiner ausufernden Praxis
und der dreisten Vertuschungen seiner illegalen Praktiken wird er nicht etwa
rechtsstaatlich gezügelt, sondern weiter digital aufgerüstet.
Die Laudatio hat Dr. Rolf Gössner gehalten.

Werden Sie Fördermitglied bei Digitalcourage! https://digitalcourage.de/mitmachen/foerdermitglied-werden

Samstag, August 22, 2015

Nachgelesen: DD246: Dispathie

Liebe DD-LeserInnen,

der Ton wird immer ruppiger, von Empathie keine Spur. Der jeweilige Gegner ist sofort Unmensch. Da musste ich doch einmal etwas über Dispathie schreiben - darüber, dass es verschiedene Argumentationsebenen gibt. Die jeweiligen Gegener keifen sich auf verschiedenen Ebenen rüde an und verstehen nicht, dass es immer um dieselben Gräben der Menschheit geht. Wir brauchen Brücken zur Begegnung, keine bewusst breiten Gräben, über die man nicht springen kann und will - so wie ein Hund, der hinterm Zaun sehr selbstbewusst bellt!

Hier der Link
und als pdf

Herzliche Grüße, Gunter Dueck

IMI-Kongress 2015: Militärische Landschaften: Diskurse – Räume - Strategien Datum: 14./15. November 2015

friedenshetzer.jpg IMI-Kongress 2015:
Militärische Landschaften: Diskurse – Räume - Strategien
Datum: 14./15. November 2015 (Auftaktveranstaltung am Freitag)
Ort: Schlatterhaus, Österbergstr. 2, 72072 Tübingen

Militärische Landschaften sind mehr als Truppenübungsplätze oder Kasernengelände. Der IMI-Kongress versucht dieses „Mehr“ in den Blick zu nehmen. Zum einen mit dem abstrakten Blick auf die Mechanismen wie „neue“ Feindbilder und Raumkonstruktionen etabliert und wie die dadurch geschaffenen Denkrahmen durchbrochen werden können. Zum anderen, wie in konkreten und damit bearbeitbaren Räumen Orte für Widerstand entstehen können. Militärisches Denken und Handeln bringt „Räume“ hervor und belegt diese mit eindimensionalen Lösungsstrategien. Im Bereich der Konzeption solcher „Räume“ erleben wir, wie Feindbilder geschaffen werden und sich langsam aber kontinuierlich in der Psyche festsetzen. Feindbilder werden immer öfter dazu verwendet, politische und soziale Konflikte zu beurteilen und zwischen einem „Wir“ und „den Anderen“ zu unterscheiden. Dies ist dann ein Baustein, der sowohl
die Angst vor „den Anderen“ schürt wie auch einer (kolonialen) Überheblichkeit Vorschub leistet und in der Bereitschaft mündet, weltweit für die Durchsetzung eigener Interessen in Konflikte (präferiert militärisch) einzugreifen. Wie kann ein solidarisches voneinander Lernen mit Menschen aus besetzten Räumen aussehen? Wie kann sich mit militärischen Räumen auseinandergesetzt und diese neu definiert werden?
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Motto

Es gibt nur noch eine Sache, die du verstehen solltest.

Ich habe mich selbst das Nähen, das Kochen, das Klempnern
und das Schreinern gelehrt, ich kann mir sogar bei Bedarf
selbst auf die Schulter klopfen, nur damit ich niemanden um
etwas bitten muss.

Es gibt nichts, das ich von irgendjemandem brauche, außer
Liebe und Respekt, und wer mir diese beiden Sachen nicht
geben kann, hat keinen Platz in meinem Leben.”

Administration