FRONTEX - Oeffentlich totgepruegelt am EU Grenzzaun

Neues vom Friedensnobelpreistraeger: Ueber den Umgang mit Fluechtlingen an der spanischen EU-Aussengrenze berichtet FFM:

Im Monat August 2014 sind die spanische Guardia Civil und die marokkanischen Paramilitärs am EU-Zaun von Melilla dazu übergegangen, zaunkletternde afrikanische Flüchtlinge öffentlich zu steinigen oder mit Holzknüppeln zu erschlagen. Die Leichen werden, noch während andere Flüchtlinge protestierend oben auf den 6 Meter hohen Zäunen sitzenbleiben, von der spanischen auf die marokkanische Seite des Zauns durch eine Tür geschleift und von den Marokkanern abtransportiert. Zeugenaussagen von Flüchtlingen in den Bergen vor Melilla belegen diese Praxis mit Detailschilderungen und Namen der Toten, die an unbekannte Orte verschleppt wurden. Die spanische Menschenrechtsorganisation Prodein hat einen solchen Abtransport einer Leiche gefilmt und Aussagen von Flüchtlingen zum Verschwindenlassen des erschlagenen malischen Zaunkletterers Toumani Samake in einem Video zusammengestellt (http://vimeo.com/105376897).

Die Hinrichtungen durch Steinigung und Knüppelschläge finden unter den Augen von Hunderten zaunkletternden Flüchtlingen, von AnwohnerInnen der nahen Siedlungen und von Menschenrechtsgruppen statt, die mit Videokameras das Geschehen festzuhalten versuchen. Mit den öffentlichen Hinrichtungen am EU-Zaun haben die Schergen der Festung Europa eine entscheidende Schwelle hin zur Barbarisierung überschritten. Seit Sommer 2014 fordern zaunkletternde und auf dem Zaun demonstrierende Flüchtlinge von Melilla und Ceuta die Welt auf, gegen die barbarischen Menschenrechtsverletzungen an der EU-Außengrenze aktiv einzuschreiten.

Quelle

Back to top

Was ist eigentlich „etwas Neues“?

Der Fortschritt, ohne den unserer Wirtschaftsform das Wachstum nicht möglich scheint (und ohne dieses nicht das Überleben), ist seinerseits nicht möglich ohne das Prinzip der „Innovation“.

Aber, nur Neusprech ist nicht gleich auch…..

Back to top

Die Zukunft der deutschen Sprache (im digitalen Zeitalter)

Wenn man Texte über die Zukunft der deutschen Sprache liest, dann werden immmer wieder drei Tendenzen genannt:

[list]
[*]wir werden in Zukunft noch mehr Wörter und Wendungen aus dem Englischen entlehnen
[*]die Tendenz von synthetischen Formen zu analytischen Konstruktionen wird sich fortsetzen
[*](Multi-)Ethnolekte werden die Strukturen des Deutschen beeinflussen
[/list]

So interessant und richtig diese Beobachtungen sein mögen, so scheint mir doch, dass die Zukunft der deutschen Sprache — und auch anderer Sprachen — am meisten davon beeinflusst wird, dass Computer einen immer größer werdenden Anteil an der Kommunikation haben. Aber nicht im trivialen Sinn, dass in der computervermittelten Kommunikation die Sprache verfällt. Computer sind vielmehr direkt oder indirekt immer tiefer in Transferprozesse im Medium der Sprache involviert. Und das hat Folgen

Ich habe ltz. von einer “App” gelesen mit der Mensch nur noch sogenannte Emoticons versenden kann. Doof gebohren wird keine/r -> doof lässt mensch sich machen!

Den ganzen Artikel lesen….

Back to top

Drei Mythen über Open Educational Resources

Das Urheberrecht, die Finanzierung und die Qualitätssicherung werden oft als Hürden genannt, die dem Einsatz von freien Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources) im Weg stünden. Dabei zeigen die Erfahrungen mit freien Lizenzen, Open-Source-Software und Wikipedia, dass kein Problem unüberwindbar ist, oft aber neue Antworten gefunden werden.

Irights.info- Artikel

Back to top

NATO-Gipfel: Überwachungsnetzwerke

Was die Kameraüberwachung öffentlicher Plätze und die Einbeziehung privater Firmen in die Polizeiarbeit angeht, ist Großbritannien ja ohnehin – je nach Betrachtung – Vorreiter oder Albtraum. Beim gegenwärtigen NATO-Gipfel im südlichen Wales zeigte sich hierfür ein weiteres Beispiel. So wurde neben offiziellen Fahrzeugen der walisischen Polizei mit aufmontierten Satellitenschüsseln der Firma “Excelerate Technology Ltd.” auch ein Technologie-Demonstrator der Firma mit zwei solchen Satellitenschüsseln und zahlreichen Monitoren im Inneren gesichtet. Das Unternehmen verspricht Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräften “integrierte, kabellose Lösungen und ein privat betriebenes Satellitennetzwerk” sowie Unterstützung durch eigene Fachkräfte und Fahrzeuge auch in Krisensituationen rund um die Uhr. Durch den somit gewährleisteten Austausch von Daten in Echtzeit sollen Führung und Überwachung, sowie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden verbessert werden.

Die walisische Polizei wurde jedoch nicht erst anlässlich des NATO-Gipfels mit dieser Technologie ausgerüstet. Sie kam schon beim Golfturnier Ryder Cup 2010 zum Einsatz – dem letzten großen Event in Süd Wales, mit dem der NATO-Gipfel in der ansonsten eher vergessenen Region vor Ort häufig verglichen wird. Damals wurde das Netzwerk von Excelerate u.a. dazu genutzt, um die Aufzeichnungen von Helmkameras und Funkgeräten fahrradfahrender Polizisten direkt in die Lagezentren der Polizei zu übertragen. Hinzu kamen kurzfristig an Laternenpfosten zu installierende Überwachungskameras des Typs “Sherpa”, die grundsätzlich auch im Stande sind, Tonaufnahmen aufzufangen und weiterzuleiten und vom selben Hersteller angeboten werden.

Gruppen fahrradfahrender Polizisten mit Helmkameras – menschliche Drohnen sozusagen – wurden auch jetzt beim NATO-Gipfel immer wieder gesichtet, u.a. im Eingangsbereich des Gegengipfels beim Auftakt in Cardiff, wo “Excelerate Technology Ltd” seinen Hauptsitz hat. Nach dem Ryder Cup wurde das Unternehmen mit damals 31 Mitarbeiter_innen (darunter einige Familienangehörige des Gründers David Savage) in die Liste der 100 am schnellsten wachsenden Technologiefirmen des Vereinigten Königreichs und der “Wales Fast Growth 50″ aufgenommen und als Hoffnungsträger der ansonsten von Arbeitslosigkeit geprägten Region gefeiert. Als weiterer Hoffnungsträger für die industrielle Entwicklung gilt der Sir Terry Matthews, Besitzer des Golfhotels Celtic Manors, wo sowohl der Ryder Cup, als auch der NATO-Gipfel ausgetragen wurden. Matthews ist laut Wikipedia Gründer von 80 Firmen im Bereich der Kommunikationstechnologie. (cm)

IMI-Standpunkt 2014/045

Back to top