ZOMBIE-NEWS

„Freiheit ist Befreiung.“ Herbert Marcuse

Freie Software gegen Tributökonomie

Apr 272018

Elektronische Wegelagerei

Kontext:

Allerdings ist es Microsoft bisher gelungen, seine 50 Milliarden US-Dollar Umsatz aus Lizenzen zu verteidigen,
obwohl es bessere, tributfreie Alternativen gibt und Microsoft-Programme enorme Sicherheitslücken aufweisen,
die regelmäßig von Kriminellen und staatlichen Überwachungsorganen genutzt werden. Die Strategie des Monopolisten
besteht darin, die Kunden in eine „Lock-in“-Situation zu manövrieren, indem die Kompatibilität mit anderen Systemen
gezielt verhindert wird. Dazu fügt Microsoft zum Beispiel in Word-Dokumente große Mengen von verschlüsseltem Code
ein, der beim Öffnen in anderen Programmen zu Entstellungen führt – und zugleich Hackern Tür und Tor öffnet.

Öffentliche Verwaltungen haben immer wieder versucht, sich aus dem Microsoft-Tributsystem zu befreien, etwa die
Städte Wien und München, sind aber durch Lock-in-Strategien und intensiven Lobbyismus – im Fall der Stadt München
auch durch den Filz zwischen Konzern und CSU – dazu gedrängt worden, zu Windows und Office zurückzukehren.[34]
Microsoft-Lobbyisten sitzen weltweit in Ministerien und Stadtverwaltungen und nutzen mit staatlicher Förderung
Schulen und Universitäten zum Marketing. Der Ökonom Rufus Pollock von der Cambridge University spricht vom
„klassischen Drogendealer-Modell“: früh abhängig machen und dann ein Leben lang zahlen lassen.[35]

Quelle: Kontext, ganzer Artikel

Atom

Powered by Nibbleblog