ZOMBIE-NEWS

„Freiheit ist Befreiung.“ Herbert Marcuse

"Kontrollierte Zentren" in den EU- Mitgliedsstaaten - KZ (sic!)

Sep 162018

In Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sollen "Kontrollierte Zentren" entstehen. Dort sollen gerettete Bootsflüchtlinge vier bis acht Wochen untergebracht werden. Idealtypisch finden dann eine Sicherheitsüberprüfung, Registrierung, "Asyl-Screening" und Verteilung statt. Innerhalb von 72 Stunden soll eine Einschätzung zur Anerkennung, Ablehnung oder Unzulässigkeit des Asylantrags stattfinden. Die Einschätzung des Schnellverfahrens ist den Plänen zufolge ausschlaggebend für eine etwaige Überstellung in einen EU-Mitgliedsstaat oder die Abschiebung ins Herkunftsland.

Wie in solchen "Zentren" rechtsstaatliche Standards, etwa das Recht auf ein faires Asylverfahren und einen effektiven Rechtsbehelf gewahrt werden sollen, bleibt vollkommen unklar. Die Schwerpunkte "Effizienz" und "Kontrolle" legen nahe, dass es sich um ein Konzept für weitere geschlossene Lager handelt, was de facto nichts anders als Haft bedeutet. Die systematischen Menschenrechtsverletzungen und die elenden Lebensbedingen etwa in den EU-Hotspots der Ägäis bieten schon jetzt einen Vorgeschmack auf das, was die Flüchtlinge erwartet.

 

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Kinder zu Kanonenfutter !1!!

Jun 212018

Pädagogen im Visier

BERLIN (Eigener Bericht) - Die Bundeswehr verstärkt ihre Propagandaarbeit gegenüber Lehrkräften staatlicher Schulen. Erst in der vergangenen Woche berichtete der militärpolitische Think-Tank der Bundesregierung, die Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), über ein Treffen mit Referendaren der Fächer Politik und Sozialkunde. Man habe dabei "wertvolle Einblicke in die schulische Vermittlung außen- und sicherheitspolitischer Themen" erhalten, heißt es. Den für die Agitation von Schülern zuständigen "Jugendoffizieren" der deutschen Streitkräfte wiederum gelten Pädagogen nach eigenem Bekunden als wichtige "Multiplikatoren" von Propagandabotschaften. Wie einem aktuellen Report der Truppe zu entnehmen ist, veranstalten mittlerweile sogar Kampfeinheiten in ihren Kasernen eigens "Tage der Lehrkräfte". Die "Jugendoffiziere" selbst empfehlen sich Lehrern als militärpolitische Referenten, indem sie auf ihre "persönlichen Eindrücke" von Kriegsoperationen verweisen - etwa "aus dem Einsatz in Afghanistan".

Quelle GFP - Ganzer Artikel - Weiterlesen

 

Cyberpeace Now!

Mai 112018

Hallo alle,

Am 15.05. ist wieder der jährliche internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung (0)

Im Zuge dessen möchte ich euch (Interessieren) gerne mal den "Krieg im Informationsraum" (Titel einer IMI Veranstaltung in 2017) näher bringen.

Am: Do. 17.05.2018 Ort: Jugendclub eLOK Hackerspace: Linux Works (1)
Ab 20:00h

Auszug der Themenblöcke:
Die Vorwegnahme des Postfaktischen und der Strategischen Kommunikation durch die NATO
Von der Heimatfront bis ins Schlachtfeld: Die NATO im Infokrieg
Europa im Kommunikationskrieg
Social Media als Kriegsinstrument
Leaks und die Konstruktion von Wirklichkeit
Massenüberwachung, Hacking und diskursive Interventionen von Geheimdiensten
Der Informationsraum aus militärischer Sicht
Battle Management Language - Sprachlose Mythen militärischer Strukturen
Die Hybridität und Territorialität des Informationsraums der Bundeswehr
Schnittstelle zum Cyberkrieg - Der Branchenverband AFCEA
Real War and Fake News: Aleppo und Mossul
Verzerrungen in der außenpolitischen Berichterstattung - Erklärungsansätze
Die fabelhafte Welt des Malibot.


(0) http://cacn.de/index.php?controller=post&action=view&id_post=52
(1) http://www.linux-works.de/Hauptseite

 

15.05.2018 - FckWAR!

Mai 112018

Der internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung ist ein Aktionstag, der Ende der 1990er Jahre eingeführt wurde und jährlich am 15. Mai begangen wird. Die Kriegsdienstverweigerung ist die Entscheidung einer Person, nicht am Kriegsdienst seines Staates teilzunehmen. Dies war lange Zeit nur durch Desertion möglich, das meint ein „Fernbleiben von militärischen Verpflichtungen in Kriegs- oder Friedenszeiten“.


1987 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen (UN) das Recht zur Verweigerung des Kriegsdienstes als internationales Menschenrecht an. Deutschland war übrigens das erste Land weltweit, das dieses Recht im Grundgesetz verankerte. Die Kriegsdienstverweigerung erhielt damit rechtlichen Vorrang gegenüber einer künftigen militärischen Landesverteidigung. Auch eine Zwangsrekrutierung von Deutschen durch die Alliierten, insbesondere durch die US-amerikanischen und britischen Streitkräfte, sollte damit ausgeschlossen oder erschwert werden. In vielen Staaten ist die Inanspruchnahme eines in der Bundesrepublik selbstverständlichen Menschenrechtes aber immer noch unzureichend geregelt. Verweigerern drohen lange Haftstrafen und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Somit ist der internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung ein Tag, an dem man darüber nachdenken sollte, warum es für Menschen im wehrfähigen Alter nicht vorstellbar ist, Militärdienst zu leisten. Beispielsweise erklärte die israelische Kriegsdienstverweigerin Tair Kaminer bei ihrem Erscheinen im Rekrutierungsbüro am 10. Januar 2016: „Ich habe mich entschlossen, den Dienst in der israelischen Armee zu verweigern … Solange der gewaltvolle militärische Weg gegangen wird, schaffen wir eine Generation voller Hass, womit die Situation nur eskalieren wird. Wir müssen dies jetzt stoppen!“


Auch wenn die Wehrpflicht in Deutschland derzeit ausgesetzt ist und junge Männer diese Entscheidung aktuell nicht treffen müssen, sollte jeder die grausamen Begleiterscheinungen eines Krieges kennen. Neben den unzähligen Toten, Verstümmelten und Verwundeten, die ausnahmslos jeder Krieg fordert, gibt es weithin unterschätzte Folgeschäden. Ein Beispiel dazu:
Nach Aussage des US-Abgeordneten Robert Filner ist die Zahl der Vietnam-Veteranen*, die ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben, inzwischen höher als die Zahl der 58.000 US-Soldaten, die im Vietnamkrieg getötet wurden. Trotz eines 2007 verabschiedeten Gesetzes für vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Selbstmorden von Soldaten nach Kriegseinsätzen stieg die Selbstmordrate weiter an.
[*Veteranen = Soldaten, die einen Kriegseinsatz überlebt haben]


Angesichts dieser Zahlen wird deutlich, dass Soldaten auch nach Ende ihres Kriegsdienstes von ihren Einsätzen gezeichnet bleiben. Spätfolgen von Verwundungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Schuldgefühle, Alkohol und Drogen werden zu alltäglichen Begleitern von Veteranen. Jede Regierung weiß, was sie ihren Soldaten oder eingekauften Söldnern per Marschbefehl zumutet und antut. Dennoch wird dieses Opfer billigend in Kauf genommen – gerade in diesen Tagen und insbesondere von den Vereinigten Staaten von Amerika – wie derzeit in Syrien, Ukraine, Nordkorea, Jemen oder Somalia. Im Namen von Demokratie und Menschenrechten wird das höchste Menschenrecht – das Recht auf Leben – mit Füßen getreten. Ein Grund mehr, auf den Tag der Kriegsdienstverweigerung hinzuweisen, besonders in den Ländern, die Krieg nur noch aus dem Fernsehen kennen. Das entschlossene Fazit aus dem internationalen Tages der Kriegsdienstverweigerung kann nur lauten: „Nein! Wir wollen keinen Krieg!“

 

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