Dienstag, Oktober 14, 2014

Donnerstag, 16. Oktober 2014 9.00 Solidaritätskundgebung vor dem Gerichtsgebäude in Dresden (Roßbachstraße 6)

**10.00 Prozessbeginn ( Saal A1.37)**

*Wir stehen hinter den Blockaden!*

logo_vvn_bda.gif Am Donnerstag, den 16. Oktober um 10 Uhr, beginnt der Prozess gegen Markus Tervooren vor dem Amtsgericht Dresden. Der Beschuldigte gehörte am 19. Februar 2011 zu den Tausenden Demonstrantinnen und Demonstranten, die mit Sprechchören, Musik, Gesängen und mit Blockaden, als einem legitimen Mittel des zivilen Ungehorsams, den braunen Umzug stoppten. Wir waren hoch erfreut, dass so viele Menschen gegen den europaweit größten Naziaufmarsch auf die Straße gegangen sind. Sie alle haben dafür gesorgt, dass diese Naziaufmärsche in Dresden seit 2012 nicht mehr stattfinden. Dafür danken wir Markus Tervooren, dem Geschäftsführer der Berliner VVN-BdA, und allen anderen, die sich seit Jahren an den Protesten beteiligt haben.

Umso unverständlicher ist es, dass sich ein Antifaschist nach mehr als dreieinhalb Jahren für seinen Protest verantworten soll. Zu seinen “Tatwerkzeugen” gehörten, so heißt es in der Anklage, ein Megafon und eine Fahne. Dabei handelt es sich um die Fahne der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes — Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), der ältesten und größten antifaschistischen Organisation in Deutschland, 1948 gegründet von Überlebenden der Konzentrationslager und Zuchthäuser.

Von diesem Prozess geht ein fatales Signal aus. Während Neonazis und Rassisten in Sachsen unbehelligt leben — wie noch vor drei Jahren das NSU-Mördertrio– werden Antifaschisten kriminalisiert. Die Neonazi-Szene kann sich drei Jahre nach Aufdeckung des NSU durch die sächsische Justiz nur bestätigt fühlen.

Wir, Verfolgte des Naziregimes und Überlebende des Holocausts, Emigranten, Kämpfer in den Reihen der Antihitlerkoalition, Wehrmachtsdeserteure, Vertreter der zweiten Generation der Opfer des Faschismus, sind empört, dass solch ein Gerichtsverfahren überhaupt stattfinden kann.

Wir fordern die sofortige Einstellung des Prozesses gegen Markus Tervooren und gegen den Pfarrer Lothar König aus Jena.

* Elisabeth Abendroth
* Ralf Bachmann, rassisch verfolgt
* Ludwig Baumann, Wehrmachtsdeserteur, Vorsitzender der
Bundesvereinigung der Opfer der Militärjustiz
* Dr. Hans Coppi
* Vera Dehle-Thälmann
* Lore Diehr, illegal tätig in Berlin-Pankow
* Regina Elsner, 1. Landessprecherin VVN-BdA-Sachsen
* Dr. Peter Fischer
* Prof. Dr. Vera Friedländer, rassisch verfolgt, Zwangsarbeiterin bei
Salamander
* Jutta Peter Giersich, Landessprecher VVN-BdA –Sachsen
* Ernst Grube, Überlebender des KZ Theresienstadt
* Prof. Dr. Kurt Goßweiler, Wehrmachtsdeserteur
* Kurt Gutmann, im Kindertransport nach England gerettet, Freiwilliger
der britischen Armee
* Volkmar Harnisch, als 18-Jähriger wg. Hochverrat und
Wehrkraftzersetzung zu Gefängnis verurteilt
* Andrej Hermlin
* Hildegard Hentschke, Widerstandskämpferin, Frauengefängnis Bötzow
* Roland Hering, VVN-BdA Radebeul
* Marianne Kaufhold, rassisch verfolgt
* Elisabeth Jäger, Überlebende des KZ Ravensbrück
* Dr. Peter Kirchner, rassisch verfolgt
* Maria König, Überlebende von Auschwitz.
* Werner Knapp, Soldat in der tschechoslowakischen Auslandsarmee in
Frankreich
* Dr. Inge Lammel, im Kindertransport nach England gerettet
* André Lang, Mitglied Landesvorstand VVN-BdA Sachsen
* André Lohmar
Prof. Dr. Moritz Mebel, überlebte im Exil in der Sowjetunion,
Offizier der Roten Armee
* Peter Neuhof, rassisch verfolgt und Zwangsarbeiter
* Miriam Pandor, überlebte im Exil in den Vereinigten Staaten
* Edith Pfeiffer
* Brigitte Rothert-Tucholsky, ihre Mutter wurde durch die
Bombenangriffe auf Dresden in letzter Stunde vor der Deportation
gerettet
* Sabine Reichwein
* Dr. Bärbel Schindler-Saefkow
* Horst Selbiger, rassisch verfolgt, Ehrenvorsitz der “Child Survivors
Deutschland - Überlebende Kinder der Shoah”
* Frido Seydewitz, Ehrenvorsitzender VVN-BdA Sachsen
* Justin Sonder, Überlebender von Auschwitz
* Steffi Wittenberg, überlebte im Exil in Uruguay
* Kurt Gossweiler, Wehrmachtsdeserteur
* Marianne Wilke, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA Schleswig-Holstein,
rassisch verfolgt
* Günther Wilke, VVN-BdA Wedel

Stand 13.10.2014

Spendenkonto für die Prozesskosten

Berliner VVN-BdA e.V.

IBAN: DE 1810 01001 00315904105

BIC : PBNKDEFF

Hannover: Nachttanzdemo gegen soziale Verdrängung und kapitalistische Stadtumstrukturierung

RepressiveToleranzHandbill300pxh.jpg Fri, 17.10.2014 - 20:00
Nachttanzdemo gegen soziale Verdrängung und kapitalistische Stadtumstrukturierung
Nach wie vor sind knapper Wohnraum und steigende Mieten Probleme, die viele Menschen betreffen und Besserung scheint nicht in Sicht. Im Gegenteil: die Umstrukturierung ehemals günstiger Wohnquartiere nach kapitalistischen Kriterien verschärft die Situation weiterhin. Die Umwandlung von Miet- zu Eigentumswohnungen sowie die ansteigenden Quadratmeterpreise auf dem Mietwohnmarkt ziehen für viele Menschen Probleme bei der Wohnungssuche nach sich.

Indymedia

Montag, Oktober 13, 2014

NSU-Terror: Staat und Nazis Hand in Hand

Am 01. November 2014 findet in Berlin-Wedding die Demonstration “NSU-Terror: Staat und Nazis Hand und Hand” statt. Anlass ist des dritte Jahrestages des Auffliegens des NSU-Netzwerkes. Gestartet wird gegen 14 Uhr am S/U-Bahnhof Gesundbrunnen.

Mobi

Während ich schreibe…..

massa magra - Montag, Oktober 13, 2014 - 14:06:34

Komm doch mal rüber! und blaß mir einen! - Du lutschst doch gerne (und bis dato ausschließlich) Kapitalistenpimmel

fickdich dOItschland !!!

IFA-Stellungnahme: Gegen den Terror von Staat und Religion – Freiheit für die Menschen in Kobanê!

black-feminist-symbol-182x300.jpg In Rojava (auch West-Kurdistan) auf syrischem Staatsgebiet attackiert der Islamische Staat (IS) die Stadt Kobanê nahe der Grenze zur Türkei und die Bevölkerung ist nun direkt mit der Brutalität dieser autoritären und aufklärungsfeindlichen Macht konfrontiert.

Kurdistan ist ebenso wie andere Regionen von der Gewalt des Islamischen Staates betroffen. Der Widerstand der Bevölkerung ist bewundernswert. Sie ist die wirklich fortschrittliche Kraft. Von den militärischen Spielen der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union und regionaler Mächte ist freilich nichts zu erwarten. Diese verschiedenen beteiligten Staaten nutzen die Region als Schlachtfeld zur Durchsetzung ihrer Interessen und verkaufen ihre Waffen.

Die Rolle der religiösen Regierung der Türkei in der Region ist dabei ausschlaggebend. Sie verhindern mit Gewalt die Einreise flüchtiger Familien, lassen aber islamistische Kämpfer nach Syrien. Es ist offensichtlich, dass die türkische Regierung tatsächlich im Krieg mit der kurdischen Bevölkerung ist.

In den kurdischen Regionen wird, trotz des Kriegs, eine so proklamierte “demokratische Revolution” sichtbar, die dem Konzept des “Demokratischen Konföderalismus” angetan ist. All dies bestärkt uns, unsere Arbeit und unsere Unterstützung für die Menschen in Kurdistan und anderswo, die gegen religiöse Barbarei und staatliche Unterdrückung kämpfen, fortzusetzen. Von diesem Standpunkt aus sind wir gegen militärische Interventionen durch Welt- oder Regionalmächte. Wir wissen, dass jede staatliche Intervention sich gegen soziale Veränderungen richten wird.

Frauen sind stark in alle gesellschaftlichen Bereiche und in die Widerstandsgruppen involviert. Es ist eine Revolution der Frauen gegen das Patriarchat und die feudale Gesellschaft. Das ist wohl einer der wichtigsten Aspekte dieses Prozesses.

Anarchist*innen aus der Türkei helfen den Flüchtlingen und unterstützen diejenigen, die gegen den Vormarsch des islamischen Staats kämpfen. Wir rufen alle anarchistischen Organisationen dazu auf, Demonstrationen zu organisieren und ihre Unterstützung draussen auf der Straße und überall kund zu tun, Informationen zu verbreiten und eine direkte Unterstützung der anarchistischen Organisationen in der Türkei, Kurdistan und überall, wo gegen religiöse Barbarei und staatliche Unterdrückung gekämpft wird, aufzubauen.

Für die Emanzipation der Menschen und die internationale Solidarität

CRIFA (Delegiertentreffen der Internationalen der Anarchistischen Föderationen)
Rom, 4-5 Oktober 2014

Quelle

Motto

Es gibt nur noch eine Sache, die du verstehen solltest.

Ich habe mich selbst das Nähen, das Kochen, das Klempnern
und das Schreinern gelehrt, ich kann mir sogar bei Bedarf
selbst auf die Schulter klopfen, nur damit ich niemanden um
etwas bitten muss.

Es gibt nichts, das ich von irgendjemandem brauche, außer
Liebe und Respekt, und wer mir diese beiden Sachen nicht
geben kann, hat keinen Platz in meinem Leben.”

Administration